Die Biomasse-Heizung, wie eine Pelletheizung auch genannt wird, ersetzt in der Jugendakademie seit 2011 die Ölheizung.

Die Pelletheizung

Technische Daten

  • Leistung:
    • 3 x 100 kW Pelletkessel = 300 kW
  • Lagerraum:
    • etwa 70 m³, das sind etwa 45 t Holzpellets, entspricht etwa 22.750 l Heizöl
  • Belieferung:
    • das Lager muss dreimal im Jahr komplett gefüllt werden. Da die Pelletlieferfahrzeuge in der Regel 25 m³ Inhalt aufweisen sind etwa 10 Lieferungen pro Jahr notwendig
  • Verbrauch im Vergleich:
    • Bisheriger Ölverbrauch im Jahr etwa 78.000 l Heizöl EL. Das entspricht einem Wärmebedarf von etwa 780.000 kWh/a. Das entspricht 155 t Pellets /a und 240 m³ Pellets/a.
  • Verbrauchskosten im Vergleich:
    • Der Jahresenergiebedarf in Öl kostet derzeit etwa 54.600 € und in Pellets etwa 32.760 €.

Eingesparte CO²-Emissionen pro Jahr

  • Co² Emission von 78.000 kg Heizöl = etwa 194.200 kg CO²
  • Die äquivalente Holzpelletmenge liegt bei 5.460 kg CO².
    • Die Holzpellets selber sind, bei nachhaltiger Forstwirtschaft, Co²- neutral. Die Co² Emissionen resultieren aus der Produktion und dem Transport der Pellets.

Gut zu wissen

Erdöl ist ähnlich wie Kohle und Gas vor Jahrmillionen aus abgestorbener Biomasse (z.B. aus toten Tieren und Pflanzen) entstanden und wird deshalb fossiler Brennstoff genannt.

Die Verbrennung von fossilen  Brennstoffen verursacht durch den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) wesentlich den sog. Treibhauseffekt und verstärkt die Klimaerwärmung.  Noch klimaschädlicher ist Erdgas oder auch Methan, was z.B. durch das Auftauen des Permafrostbodens in Sibirien freigesetzt wird.

Der Verbrauch von Erdöl steigt noch immer – besonders im Straßen- und Luftverkehr sowie in der  Seeschifffahrt. Auch für das Beheizen von Gebäuden wird Erdöl gebraucht, in Deutschland wurden 2014 noch rund 27 Prozent aller Wohnungen durch Ölheizungen mit Wärme versorgt.

Erdöl dient zur Erzeugung von Treibstoff und Elektrizität. Es steckt in vielen Alltagsprodukten wie in Kunststoffen, Farben, Medikamenten und Kosmetika und in jeder Styropor-Verpackung.

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Es gibt viele Möglichkeiten den persönlichen Erdöl-Verbrauch im Alltag zu senken: Möglichst öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder die Heizung nicht so hoch stellen. Aber auch der Verzicht auf Plastik (besonders beim Verpackungsmüll) und der Kauf von Naturprodukten (z.B. bei Kosmetika) vermeidet den Verbrauch von Erdöl.

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Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet den Wald so zu nutzen, dass er seine Produktivität, seine Fähigkeit zur Verjüngung, seine biologische Vielfalt und seine Vitalität behalten oder verbessern kann. Dabei sollen nicht mehr Bäume gefällt werden, als auch nachwachsen können. So bleibt der Wald erhalten und kann über Generationen hinweg genutzt werden.

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Im Video erklärt

Nachhaltige Forstwirtschaft
Nachhaltige Forstwirtschaft - Waldnutzung ohne Zerstörung